Wenn die Tage kürzer werden und draußen die ersten bunten Blätter fallen, beginnt für viele Familien die Laternenzeit. Eine selbst gebastelte Laterne macht den Laternenumzug noch ein bisschen besonderer – und sie muss weder kompliziert noch perfekt sein. Gerade Kinder haben oft am meisten Freude an einer Laterne, bei der sie möglichst viel selbst gestalten dürfen.

Was ihr zum Laternenbasteln braucht

Für einfache Laternen reichen meist wenige Materialien: fester Tonkarton, Transparentpapier, Kleber, Schere, Draht oder ein Laternenbügel und ein LED-Laternenstab. Dazu kommen je nach Idee Blätter, Stifte, Wackelaugen oder ausgestanzte Papierformen. Legt am besten alles vor dem Basteln bereit. So können auch jüngere Kinder ohne lange Unterbrechungen mitmachen.

Bunte Herbstblätter als Bastelmaterial
Foto: Chris Lawton / Unsplash

1. Blätterlaterne: Der Herbst kommt aufs Papier

Für eine Blätterlaterne sammelt ihr bei einem Spaziergang einige möglichst flache Herbstblätter. Lasst sie kurz trocknen und presst sie bei Bedarf zwischen schweren Büchern. Anschließend können die Blätter auf Transparentpapier geklebt werden. Besonders schön wirkt die Laterne, wenn verschiedene Formen und Farben kombiniert werden.

Diese Variante eignet sich gut für Kinder, die gerne sammeln und gestalten. Gleichzeitig lässt sich das Basteln mit einem kleinen Herbstausflug verbinden. Wer danach noch mehr gemeinsame Zeit draußen verbringen möchte, findet bei JuBeKi auch Ideen für kleine Familienabenteuer im Herbst.

2. Monsterlaterne: Lustig statt gruselig

Eine Monsterlaterne darf schief, bunt und verrückt aussehen. Schneidet einen einfachen Laternenkörper aus Tonkarton aus und hinterklebt die Öffnungen mit Transparentpapier. Danach kommen große Augen, Zähne, Hörner oder ein breites Grinsen dazu. Kinder können ihr Monster selbst erfinden – zwei gleiche Laternen wird es dabei kaum geben.

Für jüngere Kinder könnt ihr die schwierigeren Schneidearbeiten vorbereiten. Größere Kinder dürfen Formen selbst aufzeichnen und ausschneiden. So bleibt das Projekt für unterschiedliche Altersstufen interessant.

3. Sternenlaterne: Einfach und stimmungsvoll

Für eine Sternenlaterne werden Sterne in unterschiedlichen Größen aus dem Tonkarton ausgeschnitten oder ausgestanzt und von innen mit farbigem Transparentpapier hinterklebt. Leuchtet später das LED-Licht, entstehen viele kleine Lichtpunkte. Statt Sternen funktionieren natürlich auch Monde, Herzen oder einfache geometrische Formen.

Mehrere Papierlaternen als Inspiration
Foto: IRa Kang / Unsplash

So klappt das Basteln mit Kindern entspannter

Plant lieber eine einfache Laterne, die das Kind weitgehend selbst gestalten kann, als ein aufwendiges Modell, das am Ende hauptsächlich die Erwachsenen basteln. Kleine Unregelmäßigkeiten gehören dazu. Hilfreich ist außerdem, Kleber, Papierreste und Dekoration in kleinen Schalen bereitzulegen und den Tisch vorher mit einer abwischbaren Unterlage zu schützen.

Wenn die Konzentration nachlässt, darf die Laterne auch in zwei Etappen entstehen. Erst wird gemalt und geklebt, später zusammengesetzt. Gemeinsame kreative Zeit funktioniert schließlich am besten ohne Zeitdruck – ähnlich wie bei einem Familienabend ohne Bildschirm.

Sicherheit: Lieber LED statt echter Kerze

Für Kinderlaternen sind LED-Lichter die unkomplizierte Wahl. Es gibt keine offene Flamme, und die Laterne kann auch dann weitergetragen werden, wenn sie einmal schief hängt. Achtet außerdem darauf, dass der Laternenbügel fest sitzt und keine scharfen Drahtenden hervorstehen. Bei kleinen Kindern sollten Schere, Draht und Kleinteile nur altersgerecht und unter Begleitung verwendet werden.

Vor dem Laternenumzug einmal testen

Probiert die fertige Laterne am besten schon zu Hause im Dunkeln aus. Sitzt das Licht mittig? Hält der Bügel? Ist die Laterne für das Kind leicht genug? Ein kurzer Test verhindert, dass beim Laternenumzug plötzlich etwas auseinanderfällt. Ersatzbatterien oder ein zweites LED-Licht können ebenfalls praktisch sein.

Fazit: Die schönste Laterne muss nicht perfekt sein

Ob Blätter, Monster oder Sterne: Beim Laternenbasteln zählt vor allem, dass Kinder ihre eigene Idee wiedererkennen. Mit wenigen Materialien und einem sicheren LED-Licht entstehen individuelle Laternen, auf die kleine Bastler beim nächsten Laternenumzug richtig stolz sein können.