Hilfe zur Rettung der Hebammen – auch Deine Hebamme ist betroffen

Hilfe zur Rettung der Hebammen – auch Deine Hebamme ist betroffen

Wir brauchen euch – Hebammen droht das Aus

Mit großem Entsetzen haben auch wir erfahren, dass der Beruf der freiberuflichen Hebammen gefährdet ist. Für Hebammen stiegen die Haftpflichtkosten immer mehr und im nächsten Jahr wird es eventuell gar keine Versicherer mehr für Hebammen geben. Dies wäre das Aus für alle freiberuflichen Hebammen. Mich persönlich entsetzt dies sehr. Für mich waren meine Hebammen, in der Schwangerschaft, während der Geburt und auch in der Nachsorge wichtiger als jeder Arzt. Kein Arzt kann sich die Zeit nehmen und das Vertrauensverhältnis schaffen wie es eine Hebamme kann. Es wäre eine Katastrophe für alle Schwangeren und jungen Mütter, wenn es wirklich zum „Aussterben“ dieses wichtigen Berufes kommt.

Hebammen sind Fachkräfte für Geburtsarbeit und sie sind immer dabei, wenn ein Kind  das Licht der Welt erblickt, so schreibt es das deutsche Hebammengesetz vor. Es regelt, dass eine Hebammenbetreuung in Deutschland bei jeder Geburt Pflicht ist.

Hebammen sind aber nicht nur bei der Geburt wichtig. Sie betreuen in der Vor- und Nachsorge. Sie sind für die Mütter da, egal ob in der Schwangerschaft bei Problemen und Ängsten oder in der Nachsorge bei der Betreuung im Wochenbett und haben auch da immer ein offenes Ohr.

Warum ist der Berufsstand in Gefahr?

Im Moment können Schwangere noch selbst entscheiden, ob der Frauenarzt, die Hebamme, oder beide, sich um die Vorsorge in der Schwangerschaft kümmern. Die Frau kann entscheiden ob Sie mit Ihrer Wahlhebamme oder der diensthabenden der Klinik entbinden möchte. Ober ob sie sich sogar für eine Hausgeburt oder deine Geburt im Geburtshaus entscheidet.

Aber diese Wahlmöglichkeit ist bedroht, da der ganze Berufsstand in Gefahr ist. Schon lange wird von den Hebammenverbänden gewarnt und auf die schwierige Situation der freien Hebammen aufmerksam gemacht. Hebammen müssen immer mehr Geld für Versicherungen zahlen. Schon im Sommer 2014 steigt die Prämie erneut um 20 Prozent. Eine Tatsache die selbst mancher Kinderarzt nicht nachvollziehen kann. In den letzten Jahren haben sich die Haftpflichtbeiträge der Hebammen extrem vermehrt. Ein durchschnittlicher Jahresbeitrag liegt derzeit bei 5000 Euro. Ein Betrag den sich eine Hebamme kaum noch leisten kann. Mancher Kinderarzt zahlt gerade einmal 1050 Euro im Jahr. Die Frage sei erlaubt, ob Kinderärzte wirklich ein geringeres Risiko in der Haftpflicht haben als Hebammen! Hebammen verdienen zudem nicht die Welt. Die wertvolle Arbeit die sie Tag und Nacht leisten wird nicht angemessen bezahlt. Hebammen erhalten feste Konditionen von den Krankenkassen. Diese liegen nach Auskunft des Verbandes derzeit im Schnitt bei 8,50 Euro pro Stunde.

Doch diese schon fast armen Verhältnisse sind nicht der Höhepunkt der Problematik! Nach allen extremen Beitragssteigerungen der Versicherungen wird es voraussichtlich ab Juli 2015 keine Versicherung mehr geben, die eine Haftpflichtversicherung für Hebammen anbietet! Und ohne solch eine Versicherung dürfen freiberufliche Hebammen ihren Beruf nicht mehr ausüben!

Das absurde ist, das der Grund für den Anstieg der Versicherungsbeiträge nicht etwa ist, dass die Versorgung durch die Hebammen schlecht ist oder ihnen Fehler unterlaufen. Nein, die Schadensfälle sind nicht gestiegen. Aber es gibt immer mehr Eltern die in den absurdesten Fällen schlichtweg zum Klagen gezwungen sind um die Pflege für ein krankes Kind zu finanzieren. Und dies ohne, dass eine Hebamme eine Schuld trifft. Zusätzlich sinkt die Zahl der Hebammen, so dass weniger Hebammen immer höhere Beträge zahlen müssen, damit die Versicherer die gestiegenen Kosten gegenfinanzieren können und für sie selbst natürlich auch was übrig bleibt.

Weiteres Hintergrundwissen gibt es bei Hebammen für Deutschland.

Wenn Familienpolitik in Deutschland wirklich so groß und wichtig ist wie die Politiker behaupten, dann muss etwas passieren. Dann kann es nicht sein, dass wir in einem halben oder einem Jahr ohne Hebammen unsere Kinder zur Welt bringen müssen!  

Wie kann geholfen werden?

Seit Jahren wird gekämpft und es gibt mittlerweile mehrere Petitionen und Aktionen. Macht mit und helft mit!

Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass ein so wichtiger Berufsstamm wie der der Hebamme erhalten bleibt!

Wer die Online-Petition mit unterschreiben will, kann dies hier tun:

Petition auf www.change.org

Weitere aktuelle Informationen unter:

www.hebammenfuerdeutschland.de

www.hebammenverband.de

Facebook-Initiative Rettet unsere Hebammen

Facebook Initiative Zeig Flagge für Hebammen