Aus der Kategorie Beziehung – Wie Ihr Euren Kindern eine Trennung erklärt.

Aus der Kategorie Beziehung – Wie Ihr Euren Kindern eine Trennung erklärt.

Im heutigen Artikel geht es um das Thema „Trennung mit Kindern“. Im Bekanntenkreis kam dies leider schon mehrmals vor und so möchten wir uns diesem Thema im heutigen Artikel widmen.

Wenn eine Ehe in die Brüche geht, leiden nicht nur die ehemaligen Partner – sondern vor allem die Kinder. Gerd Schulte-Körne, Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik München, erklärt was Eltern nach einer Trennung im Umgang mit ihren Kindern beachten sollten.

Immer an die Gefühle der Kinder denken

Eine Trennung geht oft mit Verletzungen und Enttäuschung einher. Doch auch wenn Ihr gerade leidet, müsst Ihr Entscheidungen dennoch vor allem mit Blick auf Eure Kinder treffen: „Bei aller Emotion dürfen Eltern niemals aus den Augen verlieren, wie sich eine Trennung auf Kinder auswirkt und wie sehr sie mitleiden“, erklärt Gerd Schulte-Körne, „selbst wenn sie nach außen hin schon vernünftig und verständnisvoll wirken, kann eine Scheidung die psychische Gesundheit eines Kindes gefährden.“ Häufig sind Angst, Trotz, sozialer Rückzug und Depressionen klassische Scheidungssymptome. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ihr jetzt besonders viel Rücksicht auf Eure Kinder nehmt. Merkt Ihr, dass Eure Kinder vermehrt eine depressive oder aggressive Haltung an den Tag legen? Dann kann eine professionelle Psychotherapie sinnvoll sein.

Kinder aus dem Streit heraushalten

Auch wenn Ihr vielleicht völlig zurecht wütend auf Euren Partner seid – zieht Euren Nachwuchs auf keinen Fall mit in den Elternkonflikt hinein. „Wer sich ständig über Unterhalt, Umgangsrecht oder Besitz beklagt, den Partner vor dem eigenen Kind schlecht macht oder versucht, es auf seine Seite zu ziehen, stürzt es in einen schweren Loyalitätskonflikt“, so der Kinderpsychiater. Auch wenn es schwerfällt: bleibt, zumindest vor den Kindern, ruhig und gelassen im Umgang mit dem Partner.

Für Stabilität sorgen

Ihr habt alle Ressourcen erschöpft, stundenlang nach „Ex-zurück-Tipps“ im Internet gesucht und unzählige fruchtlose Gespräche geführt – aber die Trennung lässt sich dennoch nicht vermeiden? Dann geht es jetzt vor allem darum, Ihren Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität zu vermitteln „Kinder wollen in erster Linie wissen, wie es weitergeht und was sich jetzt ändert.“ Fragen wie „Wer verlässt das gemeinsame Zuhause?“ oder „Bei wem bleiben die Kinder?“ sollten bestenfalls schon geklärt werden, bevor Ihr Eurem Nachwuchs von der Trennung erzählen. Wenn Ihr dafür nicht die richtigen Worte findet, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe bei einer Trennungsberatung zu suchen.

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