Schöne Babyfotos nach dem Vorbild von Anne Geddes erstellen.

Nichts ist entzückender als ein neuer Erdenbürger. Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und Freunde sind ganz begeistert von dem süßen Gesicht, den winzigen Füßen und Händen. Am liebsten würde der stolze Papa permanent Fotos vom Nachwuchs knipsen. Wer dabei auf ein paar Details achtet, der kann selbst mit dem Handy professionell anmutende Bilder à la Anne Geddes erstellen.

Wer ist Anne Geddes überhaupt?

Die Australierin Anne Geddes wurde aufgrund ihrer einzigartigen Baby- und Schwangerschaftsfotos weltberühmt. Sie kreiert Bilder, die märchenhaft anmuten. Dafür nutzt sie unterschiedlichste Requisiten und Kostüme.

Besonders erwähnenswert ist die Kooperation von Anne Geddes mit Céline Dion im Jahr 2004. Dabei wurde das Projekt “Miracle: A Celebration of New Life” kreiert. Im Fokus der dazugehörigen Musikstücke und Fotografien standen hauptsächlich Babys und die Entstehung neuen Lebens.

Recherche vor dem Fotoshooting

Zwar bietet sich das Smartphone dazu an, einfach wild drauflos zu schießen, allerdings fallen die Resultate der Bilder meistens besser aus, wenn einige Vorüberlegungen getroffen werden.

Denk auf jeden Fall darüber nach, wie deine Fotos schlussendlich wirken sollen. Dabei kannst du dir im Internet oder auch in der Buchhandlung umfangreiche Inspiration holen.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Büchern zu und von Anne Geddes. Die bekanntesten sind:

  • Vollkommen
  • Willkommen
  • Drunten im Garten
  • Miracle: A Celebration of new Life
  • Aus Liebe: Die Autobiografie

Obwohl die Bildbände der australischen Künstlerin erschwinglich sind, braucht es das Investment nicht zwingend.

Denn bereits beim Blick in die Galerie auf der Webseite von Geddes (annegeddes.com) können sich Hobbyfotografen etliche Ideen abschauen.

Übrigens ist Anne Geddes nicht die einzige australische Fotografin, die mit ihren Babybildern bekannt wurde. Auch Erin Elizabeth zaubert magische Bildmomente mit Neugeborenen. Ihre Instagram-Seite ist ebenfalls eine hervorragende Inspirationsquelle.

Der passende Zeitpunkt für ein Neugeborenen-Shooting

Damit es überhaupt problemlos möglich ist, gestellte Babyfotos zu knipsen, musst du den Zeitpunkt weise wählen. Stille im Vorfeld alle Bedürfnisse des Kindes. Es sollte satt, sauber und zufrieden sein. Gerade bei Neugeborenen ist es eine Überlegung wert, das Shooting während des Schläfchens abzuhalten. Dann sind die Kleinen bestimmt friedlich und lassen sich wahrscheinlich am ehesten in Position bringen.

Du kannst aber auch ein waches Baby zum Fotomodell machen, wenn es ruhig und zufrieden ist. Die Eltern kennen ihren Nachwuchs am besten und können deshalb selbst entscheiden, welcher Zeitpunkt der Richtige ist.

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Das richtige Licht ist wichtig

Dir fehlt vermutlich die Ausrüstung eines Profi-Fotografen. Gleichzeitig hast du nie gelernt, mit Blitzlicht umzugehen. Deshalb lautet der Rat der erfahrenen Kinderfotografin Meike von kizpix.de, auf natürliches Licht zu setzen. Damit kommen Amateur-Lichtbildner in der Regel am besten zurecht.

Idealerweise werden die Aufnahmen in der Nähe einer Glastür oder eines Fensters mit Blick ins Freie gemacht. Wenn möglich, wird ein leicht bewölkter Tag gewählt. Ansonsten könnte das grelle Sonnenlicht das Baby blenden und die empfindliche Säuglingshaut irritieren.

Bei starkem Sonneneinfall entstehen häufig unerwünschte Schatten und starke Kontraste. An einem grauen Regentag reicht das Tageslicht vermutlich nicht aus, um ein perfektes Bild zu knipsen.

Am schönsten fällt das Licht in den Morgen- oder Abendstunden aus. Dann färbt es sich warm und sorgt für eine besondere Atmosphäre auf den Fotos. Die Tageszeit sollte für die Bilder aber nicht nur auf das optimale Licht abgestimmt werden, sondern auch auf die Stimmung und den Rhythmus des Babys.

Requisiten für den Anne-Geddes-Style

Anne Geddes ist dafür bekannt, dass sie die kleinen Fotomodelle gerne in niedliche Kostüme steckt. Sie verkleidet die Babys als Sonnenblumen, Igel, Marienkäfer, Häschen, Bärchen und vieles mehr. Wer das für sein eigenes Shooting auch wünscht, der sollte sich im Vorfeld mit der entsprechenden Ausrüstung eindecken.

Aufgrund der hohen Nachfrage bieten verschiedene Schneider-Ateliers die nötige Ausstaffierung an. Dafür ist nicht einmal mehr der Weg zu den Geschäften notwendig. Die hübschen Kostüme können bequem online bestellt werden.

Neben der Bekleidung nutzt Geddes auch weitere Utensilien wie zum Beispiel keine Badewannen im Vintage-Stil. Tücher werden genauso eingesetzt wie übergroße Muschel- oder Schildkrötenpanzer-Nachbildungen.

Idealerweise werden Utensilien besorgt, die verschiedene Arrangements zulassen und in sich stimmig sind. Anne Geddes fertig etwa Bilder nach bestimmten Motivreihen an. “Floral” und “Unterwasser” sind nur zwei Themenwelten, die Geddes bedient.

Für die privaten Fotografen zahlt es sich aus, wenn sie sich auf eine einzige Motivwelt fokussieren. Dazu werden dann zwei oder drei Utensilien besorgt und das Shooting kann starten.

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Die Kulisse spielt eine Rolle

Wer sich die süßen Babybilder von Profi-Fotografen ansieht, der entdeckt oft einfarbige, ruhige Hintergrundbilder. Denn egal, wie süß du dein Neugeborenes kleidest, wenn du es im chaotischen Wohnzimmer ablichtest, wird das Ergebnis zu wünschen übrig lassen.

Am einfachsten funktioniert die Bildkomposition, wenn der Hintergrund einfarbig ist. Eine weiße Wand, ein beigefarbener Teppich oder eine helle Decke eignen sich optimal. Alternativ verwendet Geddes auch teilweise eine schwarze Kulisse. Dabei stechen die Babys und die Dekoration besonders ins Auge. Allerdings wirkt die Farbe Schwarz auch immer etwas düster. In unserer Kultur ist sie mit den Themen Trauer und Tod verknüpft. Dagegen sollen mit einem Babyshooting meistens das Leben und der Neubeginn gefeiert werden. Viele Eltern entscheiden sich deshalb eher für helle Naturfarben als Hintergrund.

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Tipps für Babyfotos mit dem Handy

Optimal ist ein Smartphone als Kamera natürlich nicht, dennoch lassen sich damit mittlerweile ordentliche Fotos aufnehmen. Folgende sieben Tipps helfen dir, selbst mit dem Handy schöne Schnappschüsse zu machen:

  1. Reinige die Linse der Kamera gründlich.
  2. Arrangiere den Bildaufbau entsprechend dem goldenen Schnitt mithilfe des Rasters.
  3. Setze den Fokus auf dem Touchscreen richtig.
  4. Halte das Handy bei Fotografieren mit beiden Händen fest.
  5. Verzichte auf den Zoom, weil die Qualität dadurch schlechter wird.
  6. Verwende keine Filter beim Fotografieren, sondern bearbeite die Bilder lieber später nach.
  7. Verzichte auf den Blitz, unter anderem, weil er das Baby erschrecken könnte.

Je neuer das Handy ist, desto besser ist wahrscheinlich die Kamera. Aber es ist durchaus möglich, mit einem älteren Modell solide Aufnahmen zu erstellen. Mittlerweile bieten Fotografen sogar Kurse zur Smartphone-Fotografie an.

Für den Anfang solltest du einfach mit Spaß an die Sache herangehen. Probiere verschiedene Posen und Perspektiven aus. Spiele mit dem Licht und der Kamera. Du kannst Fotos im Hoch- und Querformat anfertigen. Teilweise entstehen auch verblüffend schöne Schnappschüsse, wenn das Handy auf dem Kopf steht.

Am wichtigsten ist, dass das Shooting dem Fotografen Freude macht und für das Baby angenehm ist. Dann gelingen bestimmt einige zauberhafte Bilder nach dem Vorbild von Anne Geddes.

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